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Fortsetzung folgt... 

04.04.2008, Myanmar

Die Nacht in unserem “Luxuszimmer” hat gut getan. Wir machen eine Runde durch Bhamo, aber dann gewittert es plötzlich und wir finden uns in einem Restaurant wieder.Dann machen wir eine Siesta, denn hier in der Wärme machen wir das wieder regelmäßig.

Um 15 Uhr sollen wir im Ticketoffice sein, wegen dem Schiff morgen. Der Zuständige (oder wer auch immer) schläft, wir sollen noch eine Runde machen und dann wiederkommen. Nach stundenlangen Telefonaten ohne Eile bekommen wir gesagt, es ist inzwischen 16 Uhr, dass das Schiff vielleicht heute ablegt, je nachdem, wie lange sie noch zum laden brauchen (ist ein Cargoboat). Das kann aber auch erst morgen früh sein. Wir müssen um 17 Uhr am Pier sein. Na toll. Wir haben unsere Nacht schon bezahlt und nicht gerade wenig! Jetzt müssen wir uns entscheiden, aber eigentlich haben wir ja gar keine Wahl. Und wir sind heute schon geblieben. Also bleibt uns eine Stunde, ins Hotel zurückzulaufen, zu “betteln”, dass wir einen Teil unseres Geldes zurückbekommen, schnell noch mal zu duschen (es weiss der Himmel, wann die nächste Möglichkeit dafür ist), zu packen und Essen für drei Tage einzukaufen. Spass pur. Aber wenigstens liegt das Pier direkt vor unserer Nase, denken wir………….

In rekordverdächtigen 15 min haben wir gepackt und geduscht.

Jetzt gilt es, das Schiff zu finden. Man weist uns mehrmals in eine bestimmte Richtung. Wir laufen schwer bepackt los. Den Rest, den wir noch kaufen wollten, können wir wohl vergessen, denn es geht immer weiter raus aus der Stadt und die Zeit wird immer knapper. Ein Pier oder Schiff ist nicht in Sicht. Wir laufen fast eine Stunde, bevor wir endlich verschwitzt ankommen. Wir hatten nicht damit gerechnet, das das Pier nicht in der Stadt ist. Wir bekommen eine Kabine für 2 Personen (die wir uns mit durcheilenden Ratten, Riesenkakerlaken, Fliegen etc. teilen müssen) und 30 min später fährt das Schiff. Das war aber echt knapp. Wir dachten eher, das wir die Nacht hier verbringen und morgen früh noch immer hier liegen, wie das meist der Fall ist. Ironischerweise fahren wir etwa 2 Stunden, bevor das Schiff festmacht für die Nacht. Na ja.

Ein ereignisreicher Tag, der wieder mal zeigt, wie flexibel man doch sein muss. Wir haben zwar keine Ahnung, wann wir in Mandalay sind, aber das werden wir dann sehen, wenn es soweit ist!

07.03.2008, Thailand

Das war heute überhaupt nicht unser Tag. Hals über Kopf sind wir von Mae Sai aufgebrochen, obwohl es uns ganz gut gefallen hat. Jedenfalls sind wir viel zu spät los, aber wir hatten eben das Gefühl, wir müssen uns ein bisschen bewegen nach der letzten Zeit…

Für mich war es logisch, dass das Songathew nach Chiang Saen von der Busstation fährt. Wir fahren also dorthin (statt noch mal zu fragen). Falsche Logik, wir kommen gerade von dort, wo es losfährt. Na toll, aber was soll’s. In dem Fall ändern wir eben unseren Plan. Statt dessen wollen wir nach Mae Salong. In dem Fall müssen wir an irgendeiner Strassenkreuzung den Bus verlassen und in ein Songathew umsteigen. Gut. Wir warten, denn das fährt erst los, wenn 4 oder mehr Leute zusammen sind. Momentan sieht es eher schlecht aus. Die Fahrer warten wie wir, für zwei Leute fahren sie verständlicherweise nicht. Oder wir müssen das Vehikel chartern. Sie sind extrem genervt , weil wir nicht darauf eingehen. Nach zwei Stunden haben wir genug vom warten, keine anderen Fahrgäste in Sicht. Wir stehen auf und gehen.

Zum zweiten Mal an diesem Tag ändern wir unseren Plan…. So ist das eben manchmal, man muss flexibel sein. Aber frustrierend war der Tag auch ein bisschen, denn irgendwie hat nichts geklappt.

24.02.2008, Nepal

Heute verlassen wir Pokhara schweren Herzens, aber man sollte immer gehen, wenn es am schönsten ist, oder wie war das gleich noch mal? Aber wir freuen uns auch, das es nun bald wieder richtig losgeht, mit unendlich vielen neuen Erlebnissen!

19.02.2008, Nepal

Wir sind schon geraume Zeit in Pokhara, einfach zum Seele baumeln lassen, denn das ist in jeder Hinsicht der perfekte Ort! Heute Abend hat uns die Familie vom Guesthouse zum Dal Bhat eingeladen, das ist doch total süß, oder? Und es ist eines der besten, die wir gegessen haben. Wir fühlen uns total gut hier und weit weg von den Problemen in der Hauptstadt, die wir ja schon hautnah erlebt haben und die in den vergangenen Tagen wieder eskaliert sind… Aber wir denken auch oft darüber nach, wie ein Land solch enorme Probleme haben kann, allein in der Grundversorgung. Die Menschen hier sind schon zu bewundern, wie sie das Leben meistern… Und Nepal ist ein Land mit ausgesprochen freundlichen und höflichen Leuten, falls wir das in der Art überhaupt schon mal erlebt haben, wo man auch nie das Gefühl hat, das sie eifersüchtig oder missgünstig sind! Bewundernswert, wirklich.

27.01.2008 bis 05.02.2008, Trekking Everest, Nepal

Wir fahren zeitig (viel zu zeitig…) zum Flughafen. Man sollte 1 Stunde vorher da sein, aber da ist noch nicht mal das Personal da! Die trudeln erst alle nach und nach ein.Wir stehen draußen und frieren langsam. Um 6.30 Uhr sollte der Flieger nach Lukla gehen. Es tut sich nichts und Infos bekommt man auch keine. Die Dame vom check - in sagt uns später, das es noch dauert, aber kaum hat sie das ausgesprochen, kommt schon ein Funk, das jetzt doch geflogen wird. Wir gehen also an Bord, starten und genießen die Aussicht. Auf einmal kommt die Flugbegleiterin (welch ein Luxus in einem Flugzeug mit 18 Plätzen!) und informiert alle Passagiere, das wir umkehren, da es in Lukla schneit. Sagt´s, und der Pilot macht eine so plötzliche Kehrtwendung, das ich fast aus dem Sitz kippe! Wenn es in Lukla schneit, wie soll das dann erst weiter oben werden? Wir landen also wieder in KTM und warten dann noch etwa 3 Stunden, ohne zu wissen, ob wir heute noch fliegen werden oder nicht. Wir haben aber Glück, denn es wird doch heute noch geflogen. Als wir in Lukla ankommen, hat es wirklich einigen Schnee, der aber überall schon wieder taut, sobald ein Sonnenstrahl kommt. Wir essen noch was und laufen dann los. Der Weg ist gleich hinter Lukla recht vereist - ein kleiner Vorgeschmack auf die kommenden Tage? Unser eigentliches Tagesziel ist durch die enorme Verspätung nicht mehr erreichbar. Wie weit wir es heute schaffen, wird sich zeigen, denn zwischendurch schneit es immer wieder und wir zögern manchmal, ob wir weitergehen sollen. Unsere Lodge hat glücklicherweise ein wärmendes Feuer im Diningroom, denn es ist sehr kalt.

Am nächsten Tag übertreiben wir es wieder mal, was ich bitter bereuen werde… Denn die Lodge, die wir uns nach der Karte ausgesucht haben, ist nicht akzeptabel und wir gehen weiter, was bedeutet, das wir noch 2 Stunden vor uns haben. Und die gehen extrem bergauf. Mir shwinden die Kräfte, ich kann nicht mehr, aber ich weiß, ich muss. Es ist nun schon später Nachmittag, irgendwann wird es dunkel und zu allem Überfluss ziehen die Wolken in Rekordgeschwindigkeit dorthin, wo wir uns gerade befinden, wir befinden uns mittendrin. Mir kommen die Tränen! Ich kann einfach nicht mehr. Der Höhenunterschied von heute kommt wohl auch noch dazu, das mir die Nerven jetzt einfach durchgehen. Und ich habe permanent mit der Luft, also der Atmung, zu kämpfen. Nach einer scheinbaren Ewigkeit und kurz vor Einbruch der Dunkelheit kommen wir endlich an. Mir ist es mittlerweile völlig egal, wo ich die Nacht verbringe, ich bin einfach nur tot! Der Diningroom ist geheizt, die Lodge ist recht voll, weswegen wir auf´s Essen eine Ewigkeit warten. Dann falle ich ins Bett. Morgen werden wir hier bleiben und einen Akklimatisations- und Ruhetag einlegen.

Nachdem wir die ersten drei Tage Schnee und kein besonders schönes Wetter hatten, noch dazu extrem kalt, brechen wir nun durch die Wolken, es ist strahlend blau. Traumhaft. Wir stecken unsere Tagesetappen kürzer, der Akklimatisation wegen, denn man merkt die dünne Luft schon beim Laufen…

Man trifft kaum Leute und schon gar keine ohne Guide und/oder Porter. Deshalb bekommen wir in Gorak Shep das Zimmer gratis! Kommt wahrscheinlich nicht so oft vor. Wir sind total stolz, werden mit einem phantastischen Panorama belohnt und stehen nun endlich vor dem Mt. Everest!!!!! Was für ein Gefühl!!!! Wir können ihn sogar vom Zimmer aus sehen.

Mich plagt ein schlimmer Husten, durch die trockene Luft. Ich kann deshalb leider nicht mit auf den Kala Patthar, 5550 m, den Aussichtsberg. Sehr schade, wo ich doch nun hier bin. Franck geht allein. Es ist heute recht stürmisch, obwohl strahlend blau. Eigentlich wollten wir den Tag hier verbringen, aber die Angst, das das Wetter umschlägt und es vielleicht 2 m Schnee hinschmeißt, ist zu groß, deshalb machen wir uns gegen Mittag an den Abstieg (später haben wir gehört, das letztes oder vorletztes Jahr die Leute 1 Woche lang blockiert waren und dann per Helikopter ausgeflogen werden mussten…). Wir trösten uns, das wir die Nacht und fast 24 Stunden hier verbracht und genossen haben.

In Schallgeschwindigkeit sind wir wieder in Lukla. Der Ort ist alles andere als schön. Wir hoffen, dass wir morgen einen Flug bekommen und das Wetter entsprechend ist. Denn wir haben in Namche jemanden getroffen, der 3 Tage lang immer zwischen KTM und dem Flughafen gependelt ist, weil aufgrund der Wetterlage nie ein Flug ging… Platz im Miniflieger gibt es schon mal und das Wetter ist uns auch hold. Wir freuen uns auf wärmere Gefilde und endlich eine Dusche (obwohl das auch in KTM ein Problem werden könnte).

19.01.2008, Nepal

Heute machen wir Elephantriding! Wir freuen uns schon, denn erstens sind die Elis hier riesig, so große haben wir noch nie gesehen. Sie können bis zu 5 Tonnen schwer werden. Und die laufen hier einfach so im Dorf herum. Außerdem wollen wir Rhinos sehen.

Es geht los. Wir werden direkt vom Elefant abgeholt, direkt am Guesthouse. Das ist super.

Wir sehen Hirsche und Rhinos, in freier Wildbahn, das ist schon ein Erlebnis. Leider ist es ziemlich auf Touris abgestimmt, denn es gibt nicht nur unseren Elefant und die Rhinos wissen schon, das sie beglotzt werden, aber anders geht es nun mal nicht. Wir sind glücklich. Heute Vormittag haben wir auch beim Elefantbathing zugeschaut, das ist sehr interessant und lustig gewesen.

26.12.2007 bis 07.01.2008, Trekking Annapurna, Nepal

Der Fahrer bringt uns bis zu der Stelle, wo der Trek beginnt. Na das sieht ja viel versprechend aus. Ein steiler Pfad führt nach oben. Aber wir haben es ja so gewollt…

Wir sind alle höchst motiviert und das macht ja bekanntlich eine Menge. Die Französin ist überraschenderweise auch mit einem großen Rucksack aufgetaucht, sie hat sich sicher nicht genau überlegt, was auf sie zukommt. Auch Franck wird sicher schlucken zwischendurch, denn der Arme trägt den großen Rucksack. Ein Einheimischer sagt uns, das wir in 3,5 Tagen oben sein können, ich glaube ihm kein Wort! Es geht wirklich recht steil nach oben und wir sind froh, als wir in Dhampus ankommen. Ein Hund begleitet uns seit Phedi, wird aber von einem anderen vertrieben, der sein Revier verteidigt. Schade. Wir werden mit einem herrlichen ersten Blick auf den “Fischtail” belohnt. Da wir noch nicht gefrühstückt haben, nehmen wir gleich das erstbeste Restaurant. Dann geht es weiter, am Ortsausgang erwarten uns dann die Maoisten. Na toll, gleich am ersten Tag, aber das war ja vorherzusehen. Dann geht es weiter, es ist wirklich schön. Man läuft durch kleine Dörfer, durch traumhafte Landschaften. Wir kommen sogar weiter voran, als die erste Tagesetappe vorsieht, das ist doch sehr motivierend. Es gibt überall Unterkünfte, viel luxuriöser als ich mir das jemals vorgestellt hätte, und Restaurants. Man fühlt sich frei und mitten in der Natur. Nach der ersten Nacht starten wir 7 Uhr am Morgen. Frühstück nehmen wir unterwegs. Manchmal müssen wir fragen, wo denn der Weg genau weitergeht, aber meistens ist das total klar. Es gibt auch viele Tafeln, auf denen das angeschrieben steht, so weiß man immer, was läuft. Wir kommen oben am ABC an, sind beschwingt vor Glück, es ist sensationell und atemberaubend. Wir haben es geschafft , und das in unglaublichen 3 ½ Tagen! Das hätte ich nie gedacht! Das Wetter ist sensationell. Allerdings ist die Sonne eine knappe Stunde nach unserer Ankunft schon hinter den Gipfeln verschwunden. Schade.

Mit dem Wetter haben wir großes Glück, denn es ist am nächsten Morgen wie auch schon die ganze Zeit wieder strahlend blau. Traumhaft. Viele sind schon wieder unterwegs, wir genießen noch und warten auf die Sonne, denn wir wollen draußen frühstücken.

Heute ist der 31.12., Silvester. Wir laufen bis zur letzten Lodge im Dorf, nachdem wir uns den mörderischen und endlosen Berg hoch gequält haben. Wir bekommen ein Zimmer mit traumhaftem Ausblick, es gibt eine sehr heiße Dusche und wir treffen auch zufällig unseren nepalesischen Freund wieder. Mit ihm verbringen wir den Nachmittag, waschen ein bisschen Wäsche, relaxen in der Sonne und fangen an, uns über meine Schuhe zu sorgen. Abends sitzen wir beim essen. Die Franzosen mit ihrem Guide und Porter sind auch im Restaurant, es entwickelt sich ein Gespräch und sie laden uns zu Champagner und Entenleber ein. Ist das nicht ein Luxus, hier oben solche Leckereien zu bekommen. Wir sind spät im Bett, 20.30 Uhr! Aber es war wirklich schön. Frohes neues Jahr, es könnte nicht besser beginnen!!!!

Wir sind sang- und klanglos ins neue Jahr gekommen. Um 7 Uhr geht es los, wir laufen die erste Stunde zusammen mit unserem neuen nepalesischen Freund. Er zeigt uns dann auch gleich, wo der Abzweig ist, hätten wir allein sicher nicht gefunden. Nett. Wir verabschieden uns, er zeigt nochmals tiefste Dankbarkeit, das ist richtig süß, und versprechen, uns in KTM zu melden, was wir auch wirklich machen werden. Wir gehen frühstücken, dann geht es bergauf. Die Landschaft ist toll, wir sind immer wieder begeistert. Jetzt gehen wir einen anderen Weg, weil wir ja rüber zum Jomsom-Trek wollen. Da wir am Mittag schon das Tagesziel erreicht haben fit und wieder “unabhängig”, also ohne die anderen sind, beschließen wir, weiter zu gehen. Unterwegs ist es teilweise kalt und vereist, als wir durch eine Schlucht laufen. Die Unterkünfte sagen uns nicht so zu, deshalb gehen wir weiter nach Ghorepani, wer hätte das gedacht. Denn das ist der Marsch von eigentlich 2 Tagen. Aber es hat Spaß gemacht, wir haben uns getestet. Als wir kurz vor dem Ort sind, sehen wir den viel gepriesenen Poon Hill, halten das für Mist, da wir genau den gleichen Blick von hier haben. Als wir kurz vor Einbruch der Dunkelheit Ghorepani erreichen, reicht es dann auch, vor allem für Franck´s Schultern - ich frage mich sowieso, wie er das schafft (aber wir haben noch genug Kraft, den Ort unschön und enttäuschend zu finden). Die Hotels sind nicht so der Hit, eine Trek - Kreuzung mit Internet usw.!!!!

Wir starten wieder früh. Es scheint heute nur bergab zu gehen. Aber wie! Irgendwie ist das auch nicht schön. Vor allem finden wir kein ansprechendes Restaurant. Dann endlich. Landschaftsmäßig, wir befinden uns nun auf dem Jomsom, ist es nicht so grandios, denn man sieht kaum Berge. Na ja, ist trotzdem schön. Allgemein muss man sagen, das das gar kein richtiger Trek ist, denn es ist nicht besonders anspruchsvoll. Die Höhenmeter sind auf beträchtliche Längen verteilt. In Tatopani gibt es Brownies und einen Hot Spring. Das ist toll, denn der Kopf und die Muskeln entspannen sich.

Dann sieht man langsam wieder richtig hohe Berge. Das Wetter ist super, wir können im T-Shirt laufen und sind ganz braun im Gesicht. Kurz vor Marpha ändern sich die Dörfer und auch die Landschaft. Marpha ist ein süßes kleines Dorf, so wie auch Tukuche kurz vorher.

6.30 Uhr stehen wir auf. Ich will draußen auf die Toilette, komme aber nur bis kurz vor die Tür. Jemand kommt schreiend gerannt, und ich rieche und sehe es auch schon: es brennt. Ich renne ins Zimmer und sage nur, schnell alles packen, egal wie und raus hier! Glücklicherweise ist dieses Hotel nach hinten offen, also es gibt einen Garten. Wir treten die Tür auf und landen auf dem Feld. Mir ist ganz schlecht. Ich finde den Wecker nicht und ein Badeschuh fehlt auch. Aber das macht nichts. Es brennt lichterloh, die Flammen schlagen einige Meter hoch in den Himmel!!!!!! Da brennt eine Existenz nieder,  das tut uns wahnsinnig leid. Franck hilft, wo er kann, trägt die Gasflaschen nach draußen und sonstiges Zeug, was man retten kann. Für das Haus an sich gibt es wohl keine Rettung mehr. Ich stehe hinten auf dem Feld und muss zusehen, wie schrecklich. Ich höre es krachen, wenn ein Geschoss einfällt und mache mir Gedanken um Franck, wenn ich ihn nicht ab und zu sehe. Er löscht dann auch mit, es kommen viele Helfer und es gibt glücklicherweise Wasser in Reichweite. Die anderen Häuser kann man schützen, das war die Frage, denn es ist mitten im Dorf und alle Häuser sind quasi zusammengebaut… wenigstens etwas. Wir gehen dann recht geschockt weiter, das muss man erstmal verarbeiten. Wir kommen bis kurz vor Muktinath. War wieder eine riesige Tageetappe, aber möglichst weit weg sein vom morgendlichen Drama war das Ziel. Am nächsten Tag gehen wir nach Muktinath. Von hier aus startet der Weg zum höchsten Pass der Welt, 5400 m, der Thorung La Pass. Wir würden das eigentlich gern machen, aber erstens sind wir hier auf der schwierigeren Seite, zweitens sieht das Wetter nicht so stabil aus, wir fragen auch bei Einheimischen nach, die raten uns, abzuwarten, drittens werden das meine Schuhe wahrscheinlich nicht überleben und ich muss ja noch bis unten, viertens haben wir keine Lampe, denn man muss sehr früh am Morgen los, eigentlich noch in der Nacht. Das klingt wie Ausrede, ist aber keine, wir wollen kein Risiko eingehen und wie die Greenhorns dort hoch, also entscheiden wir uns dagegen.

Wir rennen wieder mal auf dem Rückweg, um uns was auch immer zu beweisen, statt uns Zeit zu nehmen, das Wetter und die Landschaft zu genießen… in 2 ½ Tagen sind wir wieder in Pokhara. Es war superschön und wir haben es wirklich genossen. Franck will erstmal nichts wissen von einem nächsten Trek…

13.12.2007, Tibet

Wir wollen um 8 Uhr starten, stehen also um 7.30 Uhr auf. Es ist noch stockdunkel, weil ja in China alles eine Zeitzone ist, und es gibt keinen Strom, da der Generator logischerweise nur am Abend läuft. Das ist überhaupt der erste Ort in China, den ich kenne, der keinen Strom hat. Wir irren also mit der Taschenlampe umher und suchen unsere wenigen Sachen zusammen, die wir ausgepackt hatten. Dann geht es los. Das hier ist die schönste Strecke überhaupt. Ich habe nach einer Weile mit Übelkeit zu kämpfen, erstens sitzen wir nicht in Fahrtrichtung, zweitens ganz hinten und drittens endete die asphaltierte Strasse kurz nach Tingri abrupt. Jetzt ist auch klar, warum kein Auto uns weiter bringen wollte, denn hier braucht man schon einen 4x4. Wir fahren und fahren, die Landschaft wird immer grandioser, denn nun tauchen langsam die schneebedeckten hohen Berge auf. Wow! Wir kommen an einen 5200m Pass, das ist mit Worten nicht zu beschreiben! Es gibt, wie meistens, Prayerflags, die im Wind flattern. Wir halten an. Franck macht Fotos, es ist eisig kalt, aber wahnsinnig super und phantastisch. Ein unglaubliches Panorama. Franck kommt dann wieder zum Auto und kann seine Hände nicht mehr bewegen! Das kann gefährlich sein. Wir wärmen sie langsam und unter Schmerzen, nach einiger Zeit geht es wieder. Die Fotos sind grandios.

Irgendwann muss ich sagen, er soll halten, denn ich muss mich gleich übergeben. Die Tablette habe ich zu spät genommen. Einer der anderen bietet mir an, vorn zu sitzen, was ich peinlich berührt auch annehme, denn ich habe ja nicht in dem Sinne für das Auto bezahlt. Und der Fahrer hat wahrscheinlich nicht mal die anderen gefragt. Aber mir geht es besser. Am Anfang kann ich noch nicht so richtig genießen, später dann schon. Seit dem Pass geht es stetig bergab, teilweise heftig, die Strasse schlängelt sich in Serpentinen hinunter. Es wird immer wärmer und die Landschaft ändert sich. Es gibt hohe und mittlerweile grüne Schluchten, die Strasse wird langsam ausgebaut und wir stehen immer wieder im Stau. Mal schauen, ob wir es bis Kathmandu schaffen, ich glaube nicht daran. Irgendwann kommen wir in der Grenzstadt, Zhangmu, an, welche in Serpentinen am Berg klebt und in der ein unglaubliches Chaos herrscht. Wir erledigen die Grenzformalitäten von China - kein Problem, sie sind sogar recht freundlich. Wir sind raus! Juhu, geschafft! Dann fahren wir die 7 km bis zur Nepal - Border und schauen uns nach einem Bus um. (Hier herrscht noch schlimmeres Chaos als in Zhangmu und China ist luxuriös gegen das hier.) Erwartungsgemäß fährt keiner mehr nach KTM. Wir nehmen dann einen nach Barabise und wollen dort mal weiterschauen. Aber schon auf der Fahrt wird uns klar, das das wohl nicht mehr werden wird und so ist es dann auch. Es sind zwar nur etwa 30 km bis Barabise, aber wir brauchen etwa 2 ½ Stunden und der Bus hält aller 2 m an. Willkommen in Nepal. Hier ist überhaupt eine völlig andere Welt, fast wähnt man sich in Indien. Es ist megainteressant und gefällt uns wirklich gut.

04.12.2007, China/Tibet

Wir sind am Mittag in Xining. An der Busstation werden wir angesprochen für ein Zimmer, lehnen aber ab und schauen auch nicht so genau auf den uns hingehaltenen Zettel. Wir laufen in einer extrem eisigen Kälte über die Brücke zum Bahnhof. Dort angekommen, sind wir am zittern wie verrückt. Das haben wir noch nicht erlebt. Franck probiert, ein Ticket zu kaufen, aber wir machen uns keine großen Hoffnungen. Zu recht. Dann steht auf einmal der von der Busstation neben uns, er ist uns wohl gefolgt. Ich wollte den Niu jetzt anrufen und habe so einen Verdacht, und tatsächlich, er ist es. Er begleitet uns ins Posthotel, dort setzen wir unser Gespräch fort. Wir kommen dann auf einen Nenner, vertrauen quasi blind (aber nur wegen der Empfehlung von Sara und Brido), denn wir geben ihm das Geld für die Zugtickets in die Hand und warten im Hotel. Die “Gage” für ihn zahlen wir, nachdem er uns die Tickets gebracht hat. Wir sind für den Abend verabredet, er bringt uns bis zum Zug. Wir machen eine Runde durch Xining, eine Mischung aus moslemisch, tibetisch und chinesisch, gehen Food einkaufen für die Zugfahrt und dann essen. Alles klappt, Niu ist da und bringt uns zum Zug. Offensichtlich muss er diverse Leute schmieren, damit wir in den Zug reinkommen. Dann gibt es anscheinend keine Kontrollen mehr. Wir haben ein gutes Gefühl, er hat seinen Job gut gemacht. Der Zug ist recht luxuriös, so wie der von Hongkong nach Beijing. Und er ist nicht voll. Es gibt sogar Sauerstoffzufuhr.

Wir wachen auf und es ist noch gar nicht hell. Erst gegen 8.30 Uhr, recht spät. Am frühen Morgen habe ich ganz, ganz leichte Kopfschmerzen gehabt, als wir noch im Bett lagen. Da sind wir vermutlich an der 5200 m Stelle gewesen. Ich stehe, als es hell ist, direkt auf, denn ich will möglichst viel sehen. Bis jetzt ist nichts passiert bezüglich der Permit, es wird wohl auch nichts passieren. Die Landschaft erinnert momentan ein bisschen an die Mongolei. Ist wunderschön. Fast den ganzen Tag sitze ich am Fenster. Die Flüsse sind zum größten Teil total zugefroren, nicht nur mit einer dünnen Schicht Eis überzogen. Es wird bergiger. Gletscher glänzen in der Sonne. Schnee gibt es wider Erwarten gar nicht so viel. Später kommen wir aber doch an Stellen, wo es mehr gibt. Man sieht, das die Strecke neu ist. Zwischendurch, wenn eine Strasse an der Zugstrecke entlanggeht, sieht man Tibeter beten, in der traditionellen Art, indem sie sich immer wieder mit dem ganzen Körper zu Boden werfen. Andere sieht man mit dem Motorrad durch den Schnee fahren. Die Strecke ist wunderschön - und im Zug ist es kuschelig warm. Am Abend, es ist schon dunkel, kommen wir in Lhasa an. Wir gehen unbehelligt aus dem Bahnhofsgebäude. Wir haben es geschafft, sind frei. Und megastolz. Wir suchen uns einen Bus in die Stadt. Man sieht schon den hell angestrahlten Potala - Palast in all seiner Würde - und sind baff. Das ist grandios. Dann suchen und finden wir ein Hotel, nachdem wir blöd und irgendwie im Kreis gelaufen sind, aber es ist alles wie ausgestorben um 21 Uhr am Abend. Wir finden eines, welches aber wieder mal keine saubere Bettwäsche hat, in einem Bett zumindest. Ich bin am fluchen, denn ich habe das so satt….

Schnell was essen, dann ins Zimmer. Wir schlafen in dem einem Bett mit der sauberen Bettwäsche zusammen, das gibt Wärme, denn es ist saukalt. Morgen sehen wir weiter….

03.12.2007, China

Als wir zurück ins Hotel kommen, haben wir eine Überraschung: es gibt keinen Strom. Dafür bekommen wir zwei Kerzen. Ist romantisch, aber schlecht zum Sachen packen und duschen, denn vielleicht gibt es auch kein heißes Wasser? Wir warten und spielen Karten, vielleicht geht es wieder an. Es geht mehrmals an und kurz darauf wieder aus. Ich wollte Franck zum fragen schicken, aber das erledigt sich, denn jedes Mal, wenn das Licht wieder ausgeht, schreit schon einer auf dem Gang und nimmt uns somit diesen Weg ab! Ich will gerade duschen, Wasser kommt fast keines, da geht das Licht wieder aus. Egal, wir stellen die Kerze ins Bad. Das Wasser ist warm, aber nur ein Rinnsal. Ich lasse Wasser ins Waschbecken und überspüle mich mit dem Zahnputzbecher, das geht schließlich auch, wir sind ja nicht kompliziert. Franck duscht ebenfalls mit Kerze, rasiert sich auch mit Kerze (schließlich muss er unbedingt seriös aussehen im Zug nach Lhasa), dann geht das Licht wieder an und bleibt auch an. Na ja, Pech eben. Das ist Reise. Jetzt muss ich schlafen, denn morgen früh um 5 Uhr klingelt der Wecker.

02.12.2007, China

Das Busticket hatten wir gestern schon direkt nach der Ankunft gekauft. Das Tagesziel ist Langmusi. Dafür müssen wir noch mal umsteigen zwischendurch und unserer Information nach hängen wir ein paar Stunden in Zoiige fest, bevor der nächste Bus weiterfährt. Wir werden sehen. Es ist wie immer stockdunkel und saukalt. Wir haben Glück, denn direkt an unseren Füssen ist eine Heizung, eine Überraschung für uns, denn normalerweise gibt es keine bzw. wird keine eingeschaltet und man friert, weil man sich ja nicht großartig bewegt. Hier ist es aber nicht so und wir schlafen fast direkt wieder ein, auch weil wir denken, wir haben 6 Stunden Fahrt vor uns. Als ich aufwache, sehe ich traumhaftes Grasland und Berge, blauen Himmel. Und dann habe ich so eine Ahnung, die sich in wenigen Minuten bestätigen wird: nach nur 3 Stunden Fahrt, es ist gerade 9 Uhr, sind wir da. Der Bus nach Langmusi geht aber erst 14.30 Uhr. Na toll. Und jetzt? Das ist ein gottverdammtes Nest und die Busstation ist auch nicht viel besser. Wir sind wieder mal die Attraktion hier. Ich habe die Idee, das man ein Auto nehmen könnte. Aber wie erklären wir, das wir es nicht allein wollen (weil das ja viel zu teuer ist…)? Wir irren ein bisschen umher und starten zwei Versuche, negativ. Nun dann, ein Busticket kaufen und hier stundenlang herumsitzen. Dann werden wir angesprochen, wir fallen ja auch auf und unser Interesse, hier weiter zu kommen, war wahrscheinlich nicht so schwer zu erraten. Wir haben ein Auto, wir sind genug Leute, es ist nur geringfügig teurer als der Bus und es geht jetzt sofort los. Na also, wer sagt es denn? Unterwegs kommen wir an einer Stelle vorbei, wo ein Lastwagen, wahrscheinlich nicht allzu lange her, in eine Yak-Herde gerast ist, es liegen sicher 10 oder mehr tote Tiere auf dem Fahrbahnrand, eine Menschentraube ringsherum. Für die Besitzer der Tiere ist das sicher ein harter Schlag, denn sie leben davon. Das berührt mich schon recht tief. Wir kommen vormittags schon in Langmusi an, viel früher als gedacht, und können nun wählen, ob wir die Nacht hier verbringen wollen wie geplant oder direkt nach Xiahé weiterfahren. Wir entscheiden uns für letzteres, da uns der ort an sich nicht so zusagt. Die Landschaft ist wunderschön, aber es ist eben wahnsinnig kalt. Wir warten etwa eine Stunde, dann geht ein Bus weiter nach Hezuo, wo wir nochmals umsteigen müssen, nachdem wir auch noch die Busstation per Taxi wechseln müssen. Was für ein Tag! Es reicht aber jetzt langsam. Wir kommen in Xiahé an, aber leider ist der Bus für morgen nach Xining schon ausgebucht. Macht nichts, da wird uns die Entscheidung, hier zu bleiben oder nicht gleich abgenommen…

25.11.2007, China

Die Ankunft in Danba ist ernüchternd.Eine potthäßliche chinesische Stadt, zwar in schöner Landschaft, aber auch das nützt hier alles nichts mehr… Wir kaufen gleich das Ticket für morgen, nicht, das wir hier nicht wegkommen!Wir machen die Tour zu den umliegenden Sehenswürdigkeiten mit, alles ist besser als in diesem Nest zu hocken. Wir sehen dann das Dorf mit den Türmen, die wohl früher als Aussicht gegen Feinde dienten. Sehr schön. Wir finden wider Erwarten ein optisch ordentliches Restaurant mit einem wirklich sehr guten und reichhaltigem Essen. Das tut gut.

24.11.2007, China

Eigentlich wäre ich gern noch hier geblieben, aber es ist so kalt, im Restaurant, im Hotel. Schade, denn das ist ein wunderschöner und faszinierender Platz hier.

Wir nehmen den Bus, wollen früher aussteigen, müssen aber den vollen Preis bezahlen. Was will man machen, ist nicht so ganz fair, aber so läuft es hier. Wir sitzen ganz hinten eingepfercht, müssen über sämtliche Säcke, die den Gang säumen, steigen, sehen aus wie die Schweine und springen bei jeder Bodenrille hoch und schlagen mit dem Kopf an. Gegen Ende der Fahrt muss ich dringend aufs WC, obwohl ich jede Gelegenheit zwischendurch nutze, aber wahrscheinlich muss man durch die Höhe öfters. Ich bitte um einen Stopp, habe schon lange gewartet, denn es war die ganze Zeit keine Möglichkeit zum anhalten. Der Arsch von chinesischem Fahrer hält jedoch nicht, es dauert noch eine ganze Weile. Unglaublich, “welcome back in the real China!”…

23.11.2007, China

Um 9 Uhr findet ein “Sky Burrial” statt, das müssen wir erleben, wenn wir dann schon mal hier sind und die Gelegenheit haben brauchen sie . Wir fahren also mit dem Taxi raus zu dem Ort. Dann warten wir etwa 2 Stunden, es ist kalt und gleichzeitig verbrennt die Sonne uns das Gesicht!

Es passiert gar nichts. Dann kommen die Vögel aber doch noch, leider sind wir nun schon zu weit entfernt, um gut sehen zu können. Aber vielleicht ist das auch besser so. Ich muss jetzt mal erklären, was das eigentlich ist: die Leiche wird aufgeschnitten und damit die Vögel, Geier, angelockt. Die fressen das Fleisch, tragen die Seele in den Himmel hinauf, so der Glaube. Übrig bleiben die Knochen, die eingeäschert werden oder so. Für uns eine extreme Praxis, aber andererseits auch verständlich. Andere Völker, andere Sitten….

22.11.2007, China

Ich sitze vorn, schließlich haben wir auch alles organisiert. Die Fahrt ist 5 Stunden, durch wunderschöne Landschaften. Die höchste Stelle ist 4500 m. Keine AMS bei uns beiden, aber wir haben auch vorsorglich mal eine Tablette genommen. Wir bewegen uns oft über 4000 m. Es ist grandios und phantastisch. Bei dem einen Pass ist die Strasse ganz vereist, der Fahrer betet die ganze Zeit vor sich hin. Ein außer gewöhnliches Erlebnis! Er meistert die Strecke sehr gut. Es ist atemberaubend und wundervoll!!!!!!!!!!!!! Mittags kommen wir in Litang an und gehen in ein Hotel, auf Empfehlung. Das mutet ziemlich luxuriös an. Wir nehmen ein Dorm, 8 Betten, aber ich vermute, wir werden wohl allein sein, 3 sfr für beide. Es gibt Locker und eine Sitzgarnitur, aber es ist arschkalt. Aber die Betten haben Heizdecken. Das ist schon mal gut. Dann gehen wir raus, unsere obligatorische Orientierungsrunde machen. Es ist absolut genial. Eine völlig andere Welt. Und definitiv eines meiner Highlights in China! Tibet total. Die Menschen sehen anders aus, sprechen anders und sind ganz anders. Ich glaube, wir haben auf all unseren Reisen noch nie so freundliche Leute kennen gelernt. Sie sind neugierig und ausgesprochen freundlich. Viele wollen uns einfach nur mal so die Hand geben und fast jeder grüßt uns mit “Tashi Delek”! Sensationell, kaum mit Worten zu beschreiben. Sonnengegerbte, dunkel- und langhaarige (auch die Männer) Leute, total traditionell gekleidet. Die Landschaft ringsherum ist grandios mit den schneebedeckten Berggipfeln, wir befinden uns hier schon auf 4000 m, die Monastery, die Häuser, einfach alles. Mir fehlen die Worte. Das Wetter ist super, aber sobald die Sonne weg ist, ist es extrem kalt. Und die Sonne am Tag ist nicht zu unterschätzen im Gesicht…

20.11.2007, China

Wir stehen zeitig auf und laufen das recht große Stück bis zur Busstation. Wir haben jetzt 10 Stunden Busfahrt vor uns, heute fährt endlich wieder einer, entsprechend haben wir gestern ein bisschen eingekauft, denn wir kommen erst gegen Abend an. Der Busfahrer ist ein ganz Netter, der auch recht verhalten fährt. Den Straßenverhältnissen angepasst. Wir haben schon in der Theorie gewusst, warum kein Bus fährt, aber jetzt erleben wir auch die Praxis. Die Landschaft ist wunderschön, wir fahren richtig in die Berge, der höchste Pass ist 4150 m. Dort muss man die Zunge schon gerade in den Mund nehmen, denn die Strasse ist schneebedeckt und es ist schon echt glatt. Das Panorama ist überwältigend, wir sind begeistert…

13.11.2007, China

Wir wollen den Bus um 8.30 Uhr nach Lijiang nehmen. Wir hatten in den letzten beiden Tagen mal ausgecheckt, wo das Ticket am günstigsten ist. Denn man muss das hier in einer Agency kaufen, keine andere Chance. Dann kommen wir dort an, rechtzeitig, und sie will uns nicht diesen, sondern den nächsten Bus um 9.30 Uhr andrehen, warum auch immer. Wir flippen aus und wollen gehen. Und so wie immer in China, wenn man ein bisschen schimpft, geht auf einmal alles! Et voilá! Es ist immer wieder interessant, wie blöd die doch sind. Der Bus hält, 4 Leute stehen draußen mit x-tausend, zum Teil großen, Gepäckstücken. Hin und her, her und hin. Der Fahrer geht weg, wieder Diskussion, zwei Meter weiter. Dann laden sie. Haben fast alles drin und laden dann auf einmal wieder aus. Und der Bus fährt ohne sie weiter. Das ist doch schon bescheuert, oder?

09.11.2007, China

Eigentlich sollten wir kurz nach 7 Uhr ankommen, aber der Zug hat drei Stunden Verspätung. Ist ja nicht schlimm bei einer Strecke von 3000 km, aber es nervt trotzdem und ich will jetzt wirklich langsam ankommen. Wenn ich das gewusst hätte, wäre ich noch im Bett geblieben…

Dann erkundigen wir uns noch nach einem Zugticket nach Dali, aber die Auskünfte sind mal wieder typisch chinesisch und wir entscheiden uns, lieber mit dem Bus zu fahren, wenn es dann soweit ist. Wir setzen recht viel Hoffnung in Dali und Lijiang, hoffentlich werden wir nicht enttäuscht wie schon so oft in China…..

31.10.2007, Beijing

Wir kommen nach einem gefühlten kurzen Flug in Beijing an und nehmen den Airportbus. Wir sind dann recht schnell im Hostel. Sara und Brido sind auch hier, das haben sie uns über mail schon mitgeteilt. Das wird ja cool werden. Abends essen wir noch das mitgebrachte Trockenfleisch, den Senf, den Käse, dazu leckeres Baguette. Und spielen Belote. Megaschön…

02.-09.10.2007, Tour Gobi, Mongolia

Mit den beiden Schweizern Sara und Brido verstehen wir uns sehr gut. Und wir freuen uns auf diese Tour. Wir fahren los, auf den wohlbekannten holprigen Strassen. Für die beiden anderen ist das Neuland. Sara muss ich ja sehr bewundern, das sie noch reist und auch diese Tour mitmacht, denn sie ist im 5. Monat schwanger! Hut ab!

Das Mittagessen ist super lecker und ein typisches mongolisches Gericht. Wir fahren an einem Salzsee vorbei und es bieten sich allgemein wunderschöne Fotomotive, so wie überall in der Mongolei. Man kann eigentlich keine schlechten Fotos machen! Auf dem Weg gibt es eine Steinlandschaft, einfach so aus dem nichts heraus. Dort steigen wir aus, lassen uns den Weg beschreiben und laufen die letzten 3 km noch. Wir unterhalten und verstehen uns prima.

Die erste Nacht verbringen wir in einem Ger. Hoffentlich frieren wir nicht, das ist einfach unsere größte Angst. Wir brauchen genug Holz und Shit, mit dem man auch gut heizen kann. Aber wir haben doch einige Decken etc. dabei, es sollte doch nicht ganz so krass werden wie auf der letzten Tour, noch dazu ist es südlicher. Wir werden sehen.

Franck und ich melken Ziegen, ein sehr schönes Erlebnis!!!!!!

Dann brauchen wir nur zu warten, bis unser Essen kommt, das ist doch super.

Wir haben gut geschlafen und es kann weiter gehen. Das Frühstück fällt sehr luxuriös aus, mit Spiegelei und Nutella….

Franck und ich machen nach dem duschen (man weiß nicht, wann die nächste Gelegenheit kommt) eine Runde, aber die fällt nicht sehr groß aus, da hier sozusagen nicht viel los ist…

Das Hotel ist ein bisschen merkwürdig, überall liegen Kondome aus, aber vielleicht ist das hier eben auch so wie in Südamerika?

Abends schlafen wir in einem Familyhouse, auch hier “ziehen” sie extra aus für uns und wir haben es für uns. Seit heute habe ich das Gefühl, ich habe was im Auge. Wird schon irgendwann rausgehen, von allein.

Das Wetter ist unglaublich, oder wer rechnet mit Regen in der Gobi????????? Es ist extrem windig und schweinekalt. Aber Wüste ist eben auch so, nicht immer nur heiß, wie man sich das so vorstellt.

Wir kommen auf die Idee, Belote mit Sara und Brido zu spielen. Ja, genau. Nur lernen müssen wir es ihnen noch und uns einen Preis für die Gewinner überlegen. Es gibt 4 Betten hier, aber 2 davon sind unbrauchbar, also ist der Preis das Bett. Die beiden Verlierer müssen auf dem Boden schlafen. Wir haben es lustig wie verrückt, es macht einen Heidenspaß! Frauen gegen Männer. Letztendlich verlieren die Frauen knapp - wahrscheinlich, weil ich die Punkte gezählt und vergessen habe, das Trumpf mehr zählt - und müssen auf dem Boden nächtigen, die Männer bekommen beide ein Bett. SPASS PUR-UNSER SLOGAN AUF DIESEM TRIP!

Mein Auge wird immer schlimmer, ich muss immer zwinkern, aber es ist überhaupt nicht rot. Ich werde mal ein paar Augentropfen nehmen, denn das Problem lässt sich vielleicht so lösen, denn es ist auf jeden Fall nicht das schlimme Problem, was ich schon mal hatte, von den Anzeichen her…. Jetzt kann ich sowieso nichts unternehmen, solange wir unterwegs sind.

Sara und ich haben trotzdem gut geschlafen, wir hatten es wahrscheinlich wärmer als Brido, der mitten in der Nacht aufsteht, aber das Feuer nicht anbekommt. Also wecke ich Franck, der kann das, aber als Antwort kommt erstmal, es ist ihm egal, er liegt gut! Und hat es warm. Na toll, das ist wieder mal typisch.

Am Vormittag gehen wir für 2 Stunden Kamelriding machen. Es ist sehr windig und hundekalt, aber dafür knallblau, so wie ich mir das gewünscht habe. Wir mummeln uns in alle erdenklichen Kleidungsstücke, inklusive das gesamte Gesicht wird bedeckt. So sollte es dann gehen. Wir hören sogar, das es auch möglich ist, das es heute Nachmittag einen Sandsturm gibt. Wäre einerseits was zum erleben, muss aber andererseits doch nicht unbedingt sein.

Die Kamele sind echt nett, denn sie sprinten nicht so los wie ein Pferd, nehmen es gemütlich. Allerdings bleibt meines manchmal stehen und ist beim besten Willen nicht zum weitergehen zu bewegen. Jedes Mal muss der Mongole mich holen. Gegen Ende ist es nur am fressen und trinken und will einfach nicht weiterlaufen. Solche Eskapaden macht sonst keins der anderen…. Franck schafft sogar, das seines nach unten geht und er absteigen kann, von allein. Er hat Tiere einfach immer unglaublich gut im Griff, ich hingegen stelle mich immer ein wenig trottelig an… Am Nachmittag gehen wir wieder auf die Düne. Die Männer haben auf ihre Siesta verzichtet und sind schon mal oben gewesen. Brido hat sein Jogging heute sogar auf dem Kamm oben gemacht, so gut es eben ging. Wir beiden Frauen stehen fast ein wenig spät auf, denn die Schatten kommen schon langsam. Wir sind heute an einer anderen Stelle nach oben gegangen. Leider windet es extrem. Die Kanten oben sind messerscharf, ein tolles Schauspiel, auch die Bewegung des Sandes. In Kürze hat man alles voller Sand, inkl. die Lippen bzw. den Mund, zumindest knirscht es. Es ist kalt, aber unglaublich beeindruckend. Hier möchte man immer wieder herkommen! Der Abend gestaltet sich gleich wie gestern, leider auch mit dem gleichen Resultat. Aber da stehen wir drüber und nehmen es locker! Das Auge ist immer noch nicht besser, im Gegenteil, der Augapfel ist rot und das Auge sieht auch irgendwie krank aus… oh shit!

18.-28.09.2007, Tour Khövsgöl, Mongolia

Wir haben in unserem Leben noch nicht so schlecht geschlafen wie in der letzten Nacht im Zelt! Ich habe dagelegen und nur gezittert vor Kälte. Und nicht gewusst, was ich dagegen machen kann. Von den Füßen bis zu den Knien eiskalt und durchgefroren. Furchtbar! Und wir wollen 10 Nächte im Zelt verbringen!? Wir sehen, das der Sand mit einer Reifschicht überzogen ist und das bedeutet eindeutig BODENFROST! Als die Sonne endlich am Horizont erscheint, ist das wie ein Segen! Das wärmt sofort. Wir fahren ohne Frühstück, nur mit einem warmen Kaffee, weiter. Aber endlich nicht mehr kalt.

Ich kaufe “Buoz”, eine lokale Spezialität, gefüllt mit Mutton. Sehr lecker, und ich kaufe nicht nur eines… Mittags machen wir Pause an einem Fluss, filtern Wasser mit unserem extra für die Mongolei erworbenen Filter und waschen unser Geschirr anschließend direkt im Fluss. Das ist schon etwas sehr schönes, wirklich. Die Landschaft ist traumhaft, unberührt und einfach wunderbar! Scheinbar endlose Steppe, Berge, Wiesen, Flüsse, Yaks, Schafe, Ziegen, Rinder, Jurten….

Tsetserleg ist eine Stadt, irgendwo im nirgendwo, und so tauchte sie auch auf einmal vor uns auf. Ist schon interessant und man fragt sich, von was die Leute eigentlich leben, doch unser Fahrer spricht leider kein englisch.

Wir freuen uns fast auf die Nacht, denn wir haben einen Ofen. Die Jurte kühlt allerdings schnell aus, wenn das Feuer aus ist. Aber da wir ein Bett haben, hat man schon mal die Bodenkälte nicht.

Franck angelt - nichts. Schade, denn ein Fisch am Abend wäre doch ganz schön. Ich lese, schreibe und genieße. Wir trinken Kaffee und essen ein Snickers. Dann schauen wir die Fotos auf dem Laptop an, Yaks grasen hinter uns… Kann das Leben schöner sein? Was will man mehr? Heute sind wir endlich allein. Wir haben gut geschlafen, es war gemütlich warm. Nach dem Frühstück gehen wir an den Fluss bzw. die Verlängerung vom See. Franck will ja schließlich angeln gehen. Wir probieren eine Weile an verschiedenen Stellen, haben gestern extra noch spezielle Haken gekauft. Leider nichts, ich habe aber doch von einem Lachs geträumt! Na ja, Anglerpech sozusagen. Dann holen wir unser Brot und unsere Wurst und los geht´s., Richtung Pier und an den See. Es ist sehr schön, vor allem wegen der Ruhe und den herbstlich gefärbten Bäumen. Wir laufen etwa 10-12 km am See entlang. Zwischendurch machen wir ein schönes Picknick. Allerdings muss ich sagen, das ich den See zwar schön finde, aber das als eines der schönsten Destinationen der Mongolei zu bezeichnen, erscheint mir doch nicht ganz korrekt, denn ich finde, dass wir unterwegs teils viel schönere Dinge gesehen haben…

Wir frühstücken noch in Ruhe und verabschieden uns dann von den beiden Japanern. Dann müssen wir langsam los, zurück zu unserer Supergruppe… Die Stimmung ist komisch, aber uns langsam egal. Soll jeder sein Ding machen. Heute fahren wir fast den ganzen Tag. Noch ein Einkaufsstopp in Mörön, viel brauchen wir nicht mehr…

Der letzte Tag! Die Nacht war horrormäßig kalt, wieder mal. Wir sind alle recht früh auf, denn die Blödis haben es megaeilig und uns ist es kalt. Um 7.30 Uhr ist es 2,4°C in der Jurte und -8°C draußen, das ist schon wirklich arschkalt…

15.09.2007, Mongolia

Gegen 10 Uhr kommen wir in UB an. Die “Außenbezirke” sehen super aus, kleine Häusschen, Jurten, ringsherum erheben sich die Berge. Kein Baum, kein Strauch. Traum, wunderschön, genau unser Fall. Wir freuen uns riesig auf das Abenteuer Mongolia!!!!!!!!

07.09.2007, China

Wir füllen das Visa-Formular aus, ganz penibel wollen sie das haben. Wir müssen 5 Arbeitstage warten und es gibt ein Wochenende dazwischen. Das war zu erwarten, aber meine Befürchtung, in Beijing hängen zu bleiben, ist nun auch wahr.

Wir erkundigen uns noch wegen einem Zugticket, denn die Trainstation ist auch grad hier. Man schickt uns hin und her, irgendwann finden wir dann die richtige Stelle, warum das in einem Hotel und nicht am Bahnhof ist, werden wir wohl nie erfahren… egal. Da kommt dann auch schon das nächste Problem: Züge gibt es nur Montags und Dienstags. Es ist zum schreien!!! Wir sind ewig blockiert in dieser Scheiß - Stadt! Das gibt es doch nicht. Einfach alles Mist. Ich habe keinen Bock mehr. Wir sind nun beide schlecht drauf, das ist kein Wunder…

29.08.2007, China

Wir brauchen noch ein bisschen Geld, aber ATM´s fallen schon mal aus, da sie unsere Karten nicht akzeptieren. Also Bargeld wechseln. Erst suchen wir ziemlich lange eine Bank of China und dann: Meine 100€-Note hat einen Miniriss, sieht aber sonst gebügelt und wie neu aus. Sie wird nicht akzeptiert! Da muss man erst eine Ewigkeit anstehen, um dann wegen so einer Nichtigkeit nicht tauschen zu können! Das darf doch nicht wahr sein. Ich flippe, aber das nützt ja nichts. Ich habe noch eine 50€-Note, die wird genommen. Ich hasse es sowieso, Bargeld in China zu tauschen, das ist so kompliziert. Wir bekommen zwei 100 Y-Noten mit Riss, die ich selbstverständlich nicht sehr freundlich zurückgebe. Im Grunde ist mir das egal, aber ich bin stinksauer. Ich weiß, das junge Mädchen am Schalter kann nichts dafür, aber…

28.08.2007, China

Heute wollen wir die Frau, die wir gestern kennen gelernt haben, in ihrem Haus besuchen. Sie hat uns eingeladen, solche seltenen und speziellen Gelegenheiten sollten wir nutzen. Die Wegbeschreibung ist sensationell, wir finden es recht leicht und schnell.  Das ist so ein typisches Haus der Region, wo wir sonst immer neugierig dran vorbeigelaufen sind und versucht haben, einen Blick zu erhaschen. Außen eine Mauer aus Lehm, dann hat man einen Innenhof. Von dort gehen ein paar Zimmer ab, wahrscheinlich, weil die Familie recht groß ist. Drin ist es sauber, ordentlich, gepflegt und angenehm kühl. Einfach, aber zweckmäßig. Wir sind sehr angenehm überrascht. Wir bekommen auch gleich die unglaubliche Gastfreundschaft zu spüren, denn wir werden mit Tee, Trauben (ohne Kerne, lecker, aus eigenem Anbau), Wassermelone und sogar Lagman beköstigt, mit einer Selbstverständlichkeit! Wir haben als Gastgeschenk ein paar Erdnüsse und noch warmes Brot mitgebracht, sogar das wird geteilt mit uns. Ich muss peinlicherweise auf die Toilette, aber andererseits gibt mir das die Gelegenheit, auch das zu “besichtigen”. Es ist im Garten, in einem kleinen Lehmhäuschen, mit einem länglichen Schlitz. So wie unterwegs, aber blitzsauber ringsherum und absolut nicht stinkend. Dann werden wir noch in den Garten geführt und sehen die Trauben. Wir sehen auch das “Haus im 1. Stock”, mit den Löchern drin, dort werden die Trauben aufgehängt und zu Rosinen getrocknet. Wir sind begeistert, das wir das alles sehen dürfen! Einfach phantastisch…

27.08.2007, China

Wir setzten uns auf einen Bordstein zum people watching. Dann kommt nach einer Weile eine Frau auf uns zu, die die ganze Zeit gegenüber gesessen hat, und spricht uns an. Einfach zum englisch sprechen nehme ich an. Wir sind die Attraktion von Kashgar, denn es bildet sich eine Menschentraube um uns herum, wenn sie auch vermutlich nichts verstehen, aber die Tatsache, dass jemand Lokales sich mit Ausländern unterhalten kann, ist schon Grund genug. Die Leute sind einfach neugierig. Aber ruhig, sie schauen einfach, man kommt sich ein bisschen vor wie im Zoo… Die Frau lädt uns morgen ein, sie in ihrem Haus zu besuchen und gibt uns eine Wegbeschreibung, also eine aufgemalte Karte. Mal sehen, ob wir´s finden, aber so eine Gelegenheit bietet sich nicht allzu oft, die sollte man nutzen…

15.08.2007, China

Ich passe in meinen Schuh! Jetzt wollen wir doch mal sehen, wie lange ich laufen kann. Wir machen eine größere Runde durch die Stadt. Es geht. In dem Fall werden wir morgen die Terrakotta-Armee machen, ich freue mich schon sehr darauf. Und wir haben uns entschlossen, doch bis Ürümqi und Kashgar zu gehen. Wir wollen ein Zugticket kaufen, da wir uns ja noch nicht eher festlegen konnten, wann und wohin wir fahren. Das ist aber aussichtslos. Alle Züge, Sleeper und Sitzplätze sind für die nächsten 10 Tage ausgebucht. Das ist nicht zu fassen. Und jetzt? Wir erkundigen uns für ein Flugticket. Hin und her, Diskussion, letztendlich buchen wir das, was sollen wir auch sonst machen?

13.08.2007, China

Nach einer schrecklichen Nacht mit anfangs Schmerzen, später Ängsten und dann doch noch einer Mütze Schlaf kommen wir an. Es ist eine Tortur, aber es hilft ja nichts. Jetzt sind wir für eine Weile in Xi´an gestrandet. Scheiße. Ich muss noch ziemlich weit laufen. Jetzt sitze ich hier herum, den Fuß nach oben, Franck muss alleine draußen herumlaufen und ich könnte einfach nur heulen. China ist wohl nicht so meine Destination.

Franck hat ein Outdoor-Geschäft gefunden, welches Kathadyn - Wasserfilter hat, denn wir haben kein Mikropur dabei und finden hier auch keines und in der Mongolei kann man das vielleicht brauchen. Wir essen was zusammen und dann humpel´ ich mit zum schauen. Das ist sicher nicht unbedingt die beste Idee für den Fuß…

12.08.2007, China

Heute Abend geht es weiter. Nach Xi´an. Das ist schon nervig und mühsam, das man aller paar Tage die Nacht im Zug verbringen muss. Na ja, die Distanzen sind ja auch groß. Zum Abschied bekommen wir sogar noch eine Flasche Wasser geschenkt, das ist doch nett.

Ach ja, ich habe einen neuen Plan ins Auge gefasst, der schließt Ürümqi und Kashgar mit ein, denn dort gibt es eindeutig was zu sehen. Diese verdammten zwei Wochen verfolgen uns, in positiver wie negativer Hinsicht. Man sollte sich eben doch möglichst immer an den Plan halten.

Dann, kurz vor dem zu Bett gehen, das Licht ist schon aus, passiert es: Franck bewegt sich, wir haben beide schon keine Schuhe mehr an, verfängt sich wieder mal in meiner kleinen Zehe; es knakst, wie bescheuert und ich könnte die Wände hochgehen und breche in Tränen aus. Das war es dann wieder mal mit der Planung, denn ich kann nicht mehr laufen. Sofort bandagiere ich den Fuß. Und in welchen Schuh komme ich jetzt rein? Ich habe immer so ein Pech. Meine größte Angst ist, wie ich vom Bett aus dem Zug komme, und dann bis dahin zu gehen, wo sich eine Fahrtmöglichkeit bietet. Oh mein Gott. Und wird das wieder richtig in Ordnung kommen? Weil es nun schon das dritte Mal ist. Ich kann vor Schmerzen lange nicht einschlafen…

08.08.2007, China

Die Nacht war schrecklich und heiß, ich habe fast nicht geschlafen. Ich bin schon wieder den Tränen nahe, das ist ein unbekanntes Gefühl auf reisen und nicht schön. Was soll ich denn nur machen? Ich bin froh, das wir vom Bahnhof abgeholt werden…

07.08.2007, China

Heute Abend fahren wir über Nacht nach Pingyao, deshalb unternehmen wir heute etwas, denn wir sind ja “obdachlos”. Wir besuchen heute die “Forbidden City”, das ist ein Muss in Peking. Wir sind leider ziemliche Kulturbanausen, das heißt, nicht allzu begeistert und beeindruckt von der Site. Das ist eigentlich sehr schade. Wir laufen durch, hin und her und dann fängt es auch noch an zu regnen. Das gibt es doch nicht, die anderen Tage war es immer recht schön, wenn auch neblig an den letzten beiden Tagen, aber das wäre nicht so schlimm für hier. Wir warten etwas ab, machen dann noch eine weitere Runde und sind sogar bis auf die andere Seite zum Ausgang gelaufen. Es ist eine sehr weitläufige Anlage, gut gepflegt. Ich bin einfach nicht so angetan, da sich in den Hallen ausschließlich Museen befinden, was nicht unbedingt mein Interesse ist. Und dann sind da irgendwelche europäischen Gemälde ausgestellt, die doch gar nichts hier zu suchen haben. Sagen wir mal, es ist relativ schnell ermüdend. Und da es regnet, machen wir uns langsam auf den Rückweg. Dann hängen wir noch in einem Cafe herum und danach im Hotel. Und warten auf unsere Abreise. Das ist schon anstrengend, diese ständige Warterei und dann über Nacht fahren…

03.08.2007, China

Jetzt müssen wir dringend eine Bank finden, denn wir brauchen Geld und sollten unsere HKD tauschen. Das ist Stress pur, denn wir finden erst nach langem Suchen eine. Und die Prozedur dauert wieder mal ewig, man kann die Dinge auch wirklich kompliziert machen.

Wir laufen auf den Tianmen Square, denn wir sind gar nicht weit entfernt. Das ist ein riesiger Platz, dahinter ist die Forbidden City. Es gibt unheimlich viele Leute, aber es ist doch gigantisch zu sehen, denn in der Mitte stehen typische chinesische Bauten und an der Seite sind dann monströse sozialistische zu sehen. Die Gegensätze prallen aufeinander, wirklich. Abends gehen wir wieder in unser Hot-Pot Restaurant essen, da kostet eine Flasche Bier nur unglaubliche 3Y…

31.07.2007, Hongkong

Ich habe die mega Krise, denn ich bin überhaupt nicht motiviert, nach China zu gehen, aber ich verstehe das selbst nicht so richtig. So schlecht waren unsere bisherigen Stationen nun auch wieder nicht. Jetzt habe ich Franck den Floh ins Ohr gesetzt, das wir vielleicht unseren Flug canceln… ich weiß doch auch nicht. Ich habe doch immer noch die Hoffnung, das ich mit China noch warm werde!

Mann, was ist denn mit mir los? Wo ist denn mein Reisefieber geblieben? Ich kann meine Gefühle wirklich nicht einordnen, sie sind so wechselhaft...

30.07.007, Hongkong

Franck beteiligt sich an einer Taichi-Lesson, ich bin wieder zu schüchtern und zu blöd. Das ist ärgerlich, denn man sollte nicht immer darüber nachdenken, was für eine Figur man macht etc...

29.07.2007, Hongkong

Schon früh am Morgen ist es unheimlich heiß und langsam haben wir genug davon. Es macht einen fertig und müde, schlapp und nicht besonders unternehmungslustig. Das ist schade, wirklich. Gerade ich kann nicht zu meiner Hochform auflaufen… das verwirrt mich ein bisschen, aber ich habe einfach keine Kraft. Glücklicherweise haben wir einen Schirm, das hilft wirklich extrem gegen die knallende Sonne...

28.07.2007, China/Hongkong

Ich habe ewig nicht einschlafen können und entsprechend wenig geschlafen. In Shenzhen stellt sich nun die Frage, wie wir an die Grenze kommen. Es ist knallheiß draußen, ich habe seit 36 oder mehr Stunden nichts gegessen und überhaupt keinen Bock mehr, von einer Seite auf die andere geschickt zu werden, wie uns das nun passieret. Die Busnummer ist klar, aber von wo fährt denn nun der Bus los? Es ist meganervig, echt. Dann haben wir es endlich gefunden und steigen in den Bus. Das nächste Problem: was kostet die Fahrt? Hin und her, ich habe nicht das genaue Geld, wir zahlen einfach 1Y mehr. Mir läuft das Wasser wie schon lange nicht mehr, noch dazu stehe ich und habe Durst, keine Kraft und keinen Bock mehr. Und ich finde, die Leute in China sind nicht so besonders freundlich, man sieht nicht allzu oft ein Lächeln. Jetzt muss ich erstmal ein überteuertes Cola haben, aber ich kann nicht mehr.

Die Grenzformalitäten sind recht schnell erledigt, es hat eine moderne Grenzstation hier, gut organisiert, dass muss man schon sagen. Auf der Hongkong-Seite angekommen, sind alle irgendwie aufgeschlossener und freundlicher, lächeln, einfach unglaublich.

Ich muss auf die Toilette, wahrscheinlich bin ich aufgeregt. Aber ich habe doch gar nichts gegessen ( oder gerade deswegen? ). Ich verstehe das nicht. Wir fahren mit der Bahn nach Kowloon und suchen dann ein Zimmer oder ein Dorm. Jetzt geht die Odysee erst richtig los: wir haben eine Adresse, aber in HKK läuft das alles ein bisschen anders. Das sind irgendwelche komischen Hochhäuser, total verschachtelt und grusig, so was hebe ich noch nie gesehen. Da sind haufenweise Guesthouses drin. Ein Lift fährt in die geraden Stockwerke, einer in die ungeraden. Dann kommt man da an, sieht irgend so ein verschachteltes Etwas, hört den Preis und geht gleich wieder. Und die &ldquo

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